Was zeigt eine Drohnenkarte?
Eine klassische Straßenkarte ist für Drohnenpiloten nur bedingt hilfreich: Sie zeigt, wo ein Ort liegt – aber nicht, was für einen Drohnenflug dort bedeutsam ist. Eine Drohnenkarte ergänzt die Kartendarstellung um die Informationen, die vor einem Flug eine Rolle spielen können: gebietsbezogene Bedingungen wie Geozonen, temporäre Einschränkungen, Wetter am Einsatzort, Geländehöhen und ergänzende Luftlageinformationen.
Wichtig für die Einordnung: Die Karte liefert Informations- und Planungsdaten für die eigene Vorbereitung. Sie ist keine rechtliche Beurteilung und ersetzt nicht die eigenverantwortliche Prüfung der geltenden Vorschriften, aktuellen Veröffentlichungen und örtlichen Gegebenheiten durch die fliegende Person.
Die skylogs Drohnenkarte
Die skylogs Drohnenkarte ist eine interaktive Online-Drohnenkarte, die in einem Browser läuft – ohne Konto und ohne Anmeldung direkt aufrufbar. Die Karte basiert auf OpenStreetMap und ist in thematische Ansichten gegliedert:
- INFO: Ortsinformationen zum gewählten Punkt auf der Karte.
- GEO: Geozonen und Lufträume am Prüfpunkt – welche Zonen dort gelten und wo ihre Grenzen verlaufen.
- FLUGBEREICH: Bewertung eines selbst abgesteckten Fluggebiets inklusive Geländedaten.
- AIR: Ergänzende Luftlageinformationen im Umkreis des Bezugspunkts.
- WETTER: Wetterdaten am Prüfpunkt für die Planung.
- NOTAM: Erfasste temporäre Betriebseinschränkungen mit direktem Verweis auf die offizielle DIPUL-Quelle.
Dazu kommen praktische Werkzeuge: Standortsuche mit Vorschlägen (Adresse, Ort oder Flugplatz), ein Startpunkt-Marker, Distanzmessung, kopierbare Koordinaten sowie eine Flächen- und Korridorprüfung. Die Suche läuft über OpenStreetMap-basierte Dienste (Photon, als Rückfallebene Nominatim).
Startpunkt und Fluggebiet auf der Karte festlegen
Die meisten Prüfungen beginnen mit einem Punkt: dem geplanten Startort. Auf der skylogs Drohnenkarte setzt du dafür einen Startpunkt-Marker – per Klick, über die Standortsuche oder durch Übernahme der aktuellen Position. Zu jedem Punkt lassen sich die Koordinaten ablesen und kopieren, etwa für Einsatzunterlagen oder die Flugvorbereitung.
Für konkretere Planungen hilft die Entfernungsmessung, um Distanzen auf der Karte abzuschätzen. Mit der Flächen- und Korridorprüfung zeichnest du ein geplantes Fluggebiet nach – etwa eine Inspektionsfläche oder eine Trasse – und erhältst eine Auswertung des abgesteckten Bereichs. Das Ergebnis lässt sich als Planungsbericht ausgeben; er dokumentiert den geprüften Planungsstand und weist selbst darauf hin, dass er keine behördliche Flugfreigabe darstellt.
Geozonen auf der Drohnenkarte
Geozonen sind gebietsbezogene Bedingungen für den Drohnenflug – sie können den Flug am Einsatzort einschränken oder Vorgaben mit sich bringen. Die skylogs Drohnenkarte zeigt die am gewählten Punkt betreffenden Geozonen und Lufträume mit ihrem Verlauf an; die Drohnenkarte Geozonen-Ansicht gehört damit zu den am häufigsten genutzten Werkzeugen vor dem Flug.
Für Deutschland werden amtliche Geozonendaten verwendet (DIPUL-WMS/DFS/BKG), bei Prüfungen im Ausland ergänzend OpenAIP bzw. nationale Quellen. Lässt sich ein Layer einmal nicht laden, weist die Karte darauf hin, dass eine separate Prüfung nötig bleibt. Welche Arten von Geozonen es gibt und was sie jeweils bedeuten, erklärt die eigene Seite zu den Drohnen-Geozonen.
NOTAMs und temporäre Einschränkungen
Neben dauerhaften Zonen gibt es zeitlich begrenzte Einschränkungen – etwa temporäre Betriebseinschränkungen, die nur für einen Zeitraum gelten. Die NOTAM-Ansicht der Karte zeigt die erfassten Einträge des DIPUL (temporäre Betriebseinschränkungen) und verlinkt direkt auf die offizielle DIPUL-Seite, wo du die aktuellen Veröffentlichungen im Original prüfen kannst.
Die Daten werden serverseitig zwischengespeichert und in regelmäßigen Abständen aktualisiert; der Datenstand ist in der Karte ersichtlich. Kurzfristige Änderungen nach dem Laden der Daten sind möglich – deshalb gehört der abschließende Blick in die offiziellen Quellen vor dem Start zur Vorbereitung dazu.
Wetter auf der Drohnenkarte
Wetter entscheidet oft mehr über einen Flug als der Luftraum: Wind beim Positionieren, niedrige Wolken, Regen auf der Optik. Die WETTER-Ansicht der Karte zeigt die Wetterdaten am Prüfpunkt für die Planung; im Webportal und in der App ergänzt ein Wettermodul mit Bewertungshilfen wie Flugscore und Risiko-Hinweisen. Die Wetterinformationen sind eine Planungsgrundlage – Prognosen bleiben mit Unsicherheit behaftet und werden vor dem Start mit den Bedingungen vor Ort abgeglichen.
Höhen- und Geländeinformationen
Gerade bei Flügen in hügeligem Gelände oder nahe an Hanglagen hilft der Blick auf die Höhenverhältnisse. Die Karte nutzt Geländedaten (Copernicus DEM), um Höhenangaben am Prüfpunkt und im abgesteckten Flugbereich einzubeziehen – etwa in der Flächenprüfung.
Zur sauberen Abgrenzung: Diese Geländedaten beschreiben die topografische Situation. Welche Flughöhe in deiner Betriebsart rechtlich zulässig ist – etwa gemessen über Grund – ergibt sich aus den geltenden Vorschriften und Bedingungen deines Fluges und wird nicht von der Karte entschieden.
Luftlage und Flugverkehr
Die AIR-Ansicht ergänzt das Kartenbild um Luftlageinformationen: aktuell von OpenSky erfasste Luftziele im 20-Kilometer-Abrufbereich um den aktiven Bezugspunkt, mit Warnhinweisen bei erfassten Zielen im nahen Umfeld.
Wichtig zu wissen – das macht die Karte selbst transparent: Dieses Luftlagebild ist eine Momentaufnahme und keine vollständige Erfassung. Nicht alle Luftfahrzeuge senden geeignete Signale oder werden vom Sensornetz erfasst; die Direct Remote ID normaler Consumer-Drohnen fließt nicht zentral in dieses Bild ein. „Kein erfasstes Luftziel“ bedeutet daher nicht, dass der Luftraum frei ist. Das Luftlagebild ist keine amtliche Kollisionswarnung und ersetzt weder Sichtbeobachtung noch Ausweichpflichten.
Drohnenkarte für die Flugplanung nutzen
Die Karte ist ein Werkzeug innerhalb einer umfassenderen Vorbereitung: Sie beantwortet, was am Einsatzort zu sehen ist – den strukturierten Ablauf aus Einsatzdaten, Piloten- und Drohnenhinweisen, Genehmigungsübersicht und Vorflug-Checkliste bildet die Drohnen-Flugplanung von skylogs ab, in die die Karte direkt eingebettet ist. Und nach der Durchführung greift die Dokumentation: Was geplant und geflogen wurde, landet strukturiert im Drohnen-Flugbuch.
Drohnenkarte unterwegs verwenden
Die Karte ist für die mobile Nutzung ausgelegt und läuft auch auf dem Smartphone im Browser. In der skylogs App für Android ist die Luftraumkarte zusätzlich direkt eingebettet – mit Prüfpunkt, Geozonen und Wetter am Einsatzort, dort wo der Flug stattfindet. Details zur mobilen Nutzung beschreibt die Seite zur Drohnen Flugbuch App.
Fazit: Die Drohnenkarte als erster Blick vor dem Flug
Eine gute Drohnenkarte zeigt vor dem Start, was am Einsatzort relevant ist: Geozonen, temporäre Einschränkungen, Wetter, Gelände und ergänzende Luftlageinformationen – zusammengeführt an einem Ort, statt verstreut über mehrere Dienste. Die skylogs Drohnenkarte macht das online und ohne Login möglich; die eigenverantwortliche Prüfung der geltenden Regeln bleibt wie immer bei der fliegenden Person. Drohnenkarte öffnen – oder zuerst die FAQ und die Preisübersicht ansehen. Zum vollen Funktionsumfang genügt ein Piloten-Account.
Hinweis: Die skylogs Drohnenkarte ist eine Informations- und Planungshilfe. Sie ersetzt nicht die eigenverantwortliche Prüfung der geltenden Vorschriften, aktuellen Veröffentlichungen (etwa des DIPUL), örtlichen Einschränkungen oder erforderlichen Genehmigungen. Kartendaten dokumentieren den Datenstand zum Zeitpunkt des Ladens; kurzfristige Änderungen sind möglich. Die Karte entscheidet nicht, ob ein Flug erlaubt ist.